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Die Beschleunigung gesellschaftlicher und technischer Entwicklungsprozesse führt zu einer zunehmenden Asynchronität natürlicher, technischer und sozialer Zyklen. Der Glaube des modernen Menschen, mittels Chronometer wenigstens die gesellschaftlich relevanten Probleme des Kommens, Treffens und Gehens zur falschen Zeit beheben zu können, hat sich als naiv herausgestellt. Vielmehr ist deutlich geworden, daß wir Menschen unsere Zeitprobleme selbst hervorbringen, genauso wie wir schließlich Zeit selbst in eine Konstruktion verwandelt haben. Zeit als Kulturgut. Paradox daran ist, daß wir zwar mit Hilfe von Instrumentarien der Temporalität uns besser zu erinnern glauben, z.B. daß wir Konstrukteure sind, aber andererseits die Konstruierheit der Zeit, unser Produkt, längst vergessen haben. Jedes hat seine Zeit, seinen Zyklus, seine Tempi, wie alles ein Universum zufälliger und chaotischer Bewegungen ist. Wir hingegen brauchen, um uns zu verbinden und zu treffen unseren Glauben an das Regime unserer Zeiten, dessen Konstitutivum der Kampf um genauere Geschwindigkeiten ist. Zuweilen scheint es, daß davon allein noch die Fehde um Beschleunigung bleibt. Das Symposium versteht sich als einen ersten Schritt, diese Thematik langfristig zu bearbeiten. Eckehard Binas |
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Teilnahmegebühr: 20,00 DM (50% Nachlaß für Studenten, Rentner und Arbeitslose); Teilnahmegebühr mit Abnahme der Dokumentation: 30,00 DM; (Die Dokumentation wird im Anschluß zum Symposium voraussichtlich Anfang November '99 erscheinen.) Das Symposium findet im Rahmen der Ausstellung interim 99 statt, die noch bis zum 10.10.99 zu sehen sein wird. Anmeldungen bis zum 20. September erbeten.
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