Das Mecklenburgische Künstlerhaus Schloss Plüschow liegt weit entfernt von den Metropolen des Kunstbetriebes. Viele der Künstlergäste auf Zeit kommen aus einem urbanen Umfeld der Metropolen dieser Welt.
Das Heraustreten des Künstlers aus seiner gewohnten Lebenswelt und das „Einsiedeln“ in eine spartanisch-nüchterne Umgebung schafft neuartige Situationen für das individuelle künstlerische Schaffen. Räumlich bietet das Schloss Plüschow für künstlerische Produktion und Präsentation ideale Voraussetzungen.
In den Ateliers treffen sich Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt, die aus Neugier auf die Reibung eines temporären Wechsels des Arbeitsortes herkommen. Auch bei der Konzipierung von Ausstellungsprojekten ging es seit Beginn darum, Künstlerinnen und Künstler in produktive Konstellationen zu bringen. Ortsbezogene Raumarbeiten oder Performances sind oft dominierend und so schlägt häufig das Pendel zwischen herkömmlichem Werkbegriff und Prinzipien, die Kunst als permanent räumlich-zeitlich offenes Arbeitsfeld verstehen.
Das Prozesshafte im Entstehen von Kunstwerken soll in diesem Ausstellungsprojekt in den Mittelpunkt gerückt werden. Die Ausstellung soll einen im Fluss begriffenen Werkstattcharakter erhalten. Besucherinnen und Besuchern soll die Möglichkeit geboten werden, in den handwerklichen wie auch den gedanklichen Entstehungsprozess von Kunst einzutauchen.
An der Ausstellung beteiligt sind die zehn Stipendiatinnen, die in den Jahren 2021 und 2022 im Schloss Plüschow gearbeitet haben.