| Skandinavische FILMNACHT (gewidmet Dr. Annie Bardon*) 19 Uhr Vorstellung der „Bibliothek Annie Bardon“ Miro Zahra, Leiterin des Künstlerhauses ![]() 19 - 24 Uhr Lennart Alves (Schweden) „Continuous Present (Sometimes it' necessary to cross borders)“ 2008, HD Video, 8:30 min, Loop 20 Uhr „Das jüngste Gewitter" (Schweden, 2007) Regie Roy Andersson Mit Håkan Angser, Eric Bäckman, Patrik Anders Edgren Skurrile, lakonische Komödie mit dramatischen Anklängen. Ein Panoptikum trauriger Gestalten erlebt Alltag und Träume in Szenen zwischen Surrealismus und Slapstick. Ein überaus melancholisches Stimmungsbild jenseits des Mainstream. 22 Uhr „Die Stunde des Wolfs“ (Schweden, 1968) Regie Ingmar Bergmann Mit Max von Sydow, Liv Ullmann, Ingrid Thulin Ein Künstler, getrieben von Todesfurcht, Aberglauben und Wahnsinn, landet mit seiner Frau auf einer Insel. Während der "Stunde des Wolfs", zwischen Mitternacht und Tagesanbruch, erzählt er ihr von seinen Albträumen und den schmerzhaftesten Erinnerungen seiner Vergangenheit. Dabei begegnen sie beide den Dämonen, die ihrer eigenen Seele entsprungen sind... |
* Dr. Annie Bardon (1946-2005) war von 1991 bis 1999 Direktorin der Kunsthalle Rostock. Die private Kunstbibliothek der Kunsthistorikerin wurde 2006 aus ihrem Nachlass dem Mecklenburgischen Künstlerhaus Schloss Plüschow übergeben. Der Bestand dieser Bibliothek, der einen Schwerpunkt bei Katalogen und Kunstbänden von skandinavischen Künstlern hat, wird jetzt im Schloss Plüschow der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Mein Traum war immer, nach Norddeutschland zu kommen, weil ich mich als Nordmensch fühle. Und die Nähe zur Ostsee war mir auch wichtig, die Nähe zur Ostsee und die Nähe zu den skandinavischen Ländern. Ich habe auch in früherer Zeit Skandinavistik studiert und ich wollte das auch nicht umsonst getan haben. Ein ganz wesentlicher Punkt war aber, dass ich in den letzten Jahren in Nürnberg, das war meine letzte Station vor Rostock - ich war ein bisschen müde von der Blasiertheit und Saturiertheit der Westdeutschen - überlegte, ob ich nicht noch einmal das Land wechsle. Zum Glück kam die Wende dazwischen und ich sah die Möglichkeit, in Rostock all diese Wünsche die ich hatte, zu befriedigen. Und an der Kunsthalle Rostock gab es eine Tradition die Ostsee-Biennale und es war für mich natürlich die Chance das zu realisieren, wovon ich immer geträumt hatte - nämlich skandinavische Kunst auszustellen, junge skandinavische Kunst.“ (Annie Bardon im Podiumsgespräch „Über die Möglichkeiten der Peripherie“, Schloss Plüschow, 2.5.1998, Moderation Sabine Jaeger, NDR I) |